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Die Verschiebung meines Trainingsumfelds von Texas in die Schweiz zeigte einige Herausforderung auf.

Obwohl ich seit meiner Rückkehr in die Schweiz mehr Zeit für Training und Erholung hatte, fühlten sich die letzten Monate eher als ein Krampf an. Dies zeichnete sich bereits in meinen ersten zwei Rennen ab und auch an der Aktiven Schweizermeisterschaft war es nicht anders. Ich fühlte mich im Rennen zwar lange sehr gut, doch als es ernst galt, konnte ich einfach nicht reagieren. Der 17. Rang und die Zeit von 14:46 stehen sinnbildlich dafür. Dass ich so deutlich hinter meinen Erwartungen blieb, war für mich doch etwas überraschend, doch es gibt einige Gründe, weshalb ich nie auf Touren kam. Ein Einfluss hatte sicher die Tatsache, dass ich bereits seit geraumer Zeit mit einer Verletzung der Ferse laboriere. Zwar konnte ich noch immer solid trainieren und auch im Wettkampf war ich nahezu schmerzfrei, doch trotzdem waren die Beschwerden omnipräsent. Dies hatte zeitweilen Einfluss auf Moral, aber auch Selbstvertrauen. Seit einer Woche habe ich nun eine Diagnose, was die Planung für die nächsten Monate einfacher macht. So werde ich zuerst eine etwas längere Trainingspause machen, bevor es dann in die Vorbereitung für den Frühling geht.

Einleben in der Hauptstadt

Während dieser Trainingspause werde ich aber nicht einfach auf der faulen Haut liegen. Mein Ziel ist es aus den vergangenen Monaten zu lernen und einige Projekte umzusetzen, um meinen (Sport-) Alltag zu optimieren. Einen ersten Schritt dafür habe ich vor wenigen Wochen bereits gemacht: Ich bin die Schweizer Hauptstadt gezogen, um mich dort der Trainingsgruppe von Beat Aeschbacher und Sandra Gasser anschliessen zu können. In den letzten Monaten trainierte ich in Nidwalden häufig alleine. In dieser Zeit merkte ich, wie wichtig es für mich ist, eine Trainingsgruppe um mich herum zu haben. Für mich bringt dies eine gewisse Lockerheit in den Trainingsalltag, was mir während meiner Zeit in meiner Heimat etwas fehlte. Nachdem ich in den vergangen Jahren bereits in St. Moritz mit dieser Gruppe unterwegs war, bin ich überzeugt, dass dies für mich die optimale Variante ist. So freue ich mich bereits riesig, in einigen Wochen wieder in das Training einsteigen zu dürfen und bin gespannt, was die kommende Saison bringt.