Wie für die meisten von euch, hat auch für mich die COVID-Pandemie einen einschneidenden Einfluss auf meine Pläne für das 2020.

Vor zwei Wochen war ich noch in der Vorbereitung für meine letzte Bahnsaison für die University of North Texas. Wohl-wissend, dass die heranrollende Pandemie kaum halt vor der USA machen wird, aber trotzdem noch leicht optimistisch. Unser erstes Meeting wurde nach wenigen Disziplinen abgebrochen und die Situation des Landes veränderte sich täglich, oder fast stündlich. Schon bald gab es erste Gerüchte, dass die NCAA Saison gestrichen wird. Doch die Universität plante vorerst nach einer einwöchigen Pause den Schulbetrieb wieder normal aufzunehmen, was ich damals eher als unwahrscheinlich einschätzte. Während dieser Zeit war ich äusserst froh, über die persönlichen Gespräche mit Trainern, Familie und UNT-Staff, welche mir verhalfen über mein weiteres Vorgehen zu entscheiden. Da ich in meinem letzten Semester bin, war für mich der Abschluss natürlich eines der wichtigsten Punkte. Dann ging alles auf einmal sehr schnell. Ich fällte meine Entscheidung und nur gerade 20 Stunden später sass ich bereits im Flugzeug zurück in die Schweiz. Natürlich hätte ich sehr gerne etwas mehr Zeit gehabt, um mich von all meinen langjährigen Freunden zu verabschieden oder auch eine typische US College-Abschlusszeremonie zu erleben, doch wir leben in turbulenten Zeiten und das kann man nicht ändern.

This is just the beginning

Nachdem ich in der Schweiz angekommen war, wurde ich häufig über meine sportlichen und beruflichen Ambitionen gefragt. Die einzige ehrliche Antwort ist, dass noch vieles offen ist: Vorerst bin ich sicher noch Student, denn ich kann meinen Bachelor an der University of North Texas im Mai online abschliessen. Was ich mit Bestimmtheit weiss, der Leistungssport wird weiterhin ein zentraler Teil meines Lebens sein. Der Laufsport ist für mich vieles: ein Lebenstil, eine Leidenschaft und in den letzten Jahren habe ich gesehen, dass ich noch einiges an Potenzial habe. Ich freue mich schon riesig auf meinen Lebensabschnitt, habe bereits einige Ziele und Träume, und bin bereit hart für diese zu arbeiten. Ein wichtiger Punkt wird in diesem Bereich natürlich auch der finanzielle Aspekt. Mit meiner Rückkehr in die Schweiz werde ich nun endlich nicht mehr von der NCAA Amateurklausel limitiert und arbeite somit bereits an Optionen um meine Träume in Realität umzuwandeln. Ich bin zuversichtlich, dass ich schon bald erste positive Nachrichten teilen kann.

Aber vorerst: Bleibt gesund.